Sonntag, 6. Januar 2008

back in canada- going east

hallo liebe liebende,

ich habe meinen deutschlandaufenthalt sehr genossen, vielen dank nochmal für meine schöne feier und die lieben geschenke, und görlitz muss man auch mal gesehen haben ;).

mein flug hierher war recht entspannt, trotz der 21 stunden. hab dann mein auto abgeholt, bin ins hostel in vanocuver gedüst und hab ne nacht gegrunzt.
am nächsten morgen gings um 10 los, nach toronto.
nach 700 kilometern übermannte mich die müdigkeit, bei 80km pro stunde kein wunder, naja, aber so spart man halt sprit. der highway war die ganze strecke über frei von schnee, aber die ausfahrten und tankstellen waren eingeschneit bzw. oftmals vereist. macht sich natürlich gut bei sommerreifen, naja, das ansich geht ja, da das auto 1,8 tonnen wiegt, hinzu kam, dass mein auto nach dem langen stehen in vancouver nun irgendwie ein problem mit dem gas hat. wenn ich es starte liegen die umdrehungen immer recht hoch und die automatik gibt immer gas, also auch wenn ich auf der bremse stehe, weshalb ich diese ganz durchtreten muss.
bei schnee verständlicherweise ungünstig, wenn man die bremse ein wenig loslässt drehen die reifen durch. naja, also bin ich dann immer schön an die zapsäulen rangerutscht und als ich da war: motor ausgemacht, dann stand ich auch.
ich werd das sobald ich geld hab mal beheben lassen. ich habs jedenfalls überlebt.

wie gesagt, nach 700 kilometern, 12h fahrt und bei -10 grad außentemperatur aufm parkplatz von walmart gefahren, mit decken zugedeckt und in schlafsack gekrochen und gegen 10 uhr am 31.12. eingeschlafen, nicht einen böller und eine rakete gehört, das entspannteste silvester ever, allerdings um 4 uhr aufgewacht, nach 6 stunden schlaf, scheiben waren von innen komplett gefroren, und meine nase auch:).
der rest war warm.

hab mich dann entschlossen weiter zu fahren.

hab dann 1200kilometer geschafft, dafür auch "nur" 17h gebraucht, naja, entsprechend müde dann auch wieder bei ca. -15 grad um 9 abends eingeschlafen. diesmal wars einfach zu kalt, bin nach 3 stunden wieder aufgewacht und um 12 weitergefahren. diesmal machte mir die müdigkeit aber wirklich arg zu schaffen, so dass ich nach ein paar Kilometern wieder rausgefahren bin und meine 3. nacht um 7 stunden schlaf verlängert habe.

Die letzten 3100 Kilometer bin ich dann abgesehen von 2 Stunden schlaf zwischendurch nochmal durchgefahren, wollte so schnell es geht nach toronto, endlich runter von der strasse, mit den sommerreifen, solange der highway trocken ist.

irgendwann war dann die kanadische grenze da. freude! nach ein nochmals 400kilometern dann toronto. geschafft, hab dann noch das hostel gesucht und mich da erstmal für 12tage einquartiert.
das hostel ist recht günstig, bezahle hier 110$ für ne woche, aber dafür wurde seit ich hier bin (9 Tage) nicht einmal der Müll geleert, das zimmer gesaugt oder das klo geputzt, mir wurde auch gesagt, dass wenn man die lebensmittel auf den boden lässt ratten oder mäuse kommen, was ich bei den löchern in den wänden gerne glaube und es zwei aus meinem zimmer seit 2 tagen überall juckt und sie viele bisse am körper haben. naja, mir gehts noch gut. der wasserhahn geht nicht richtig zu zudrehen und so tropft er die ganze nacht, aber das macht nichts, dass wird vom permanent laufenden wasser der badewanne, deren wasserhahn noch weniger dicht ist, übertönt wird.

hab mir heut morgen mal erlaubt an der rezeption zu fragen ob die denn auch putzkräfte hier hätten, da meinte er ja, die kommt morgen und wenn ich will, dass einer sauber macht, soll ich meinen zimmerschlüssel an der rezeption abgeben. vermutlich haben die nur soi viele schlüssel wie bewohner im zimmer sind, und wenn das zimmer ausgebucht ist, kann halt keiner saubermachen weil kein schlüssel mehr da ist. hmm, find ich jetzt nicht so logisch aber kann man nix machen.

in drei tagen kommt der olli nach kanada mit seiner freundin, mit dem ich in vancouver schon zusammengewohnt habe, der war auch in deutschland überweihnachten, und dann ziehe ich mit ihm wieder in eine wohnung hier in toronto. freude pur, endlich raus aus diesem drecksloch, ich hab ja wirklich keine ansprüche und was einen nicht umbringt härtet einen ab, aber hier hab ich ja angst, dass es mich umbringt:).


so, nun bin ich also in toronto und muss ganz ehrlich sagen, dass mir diese stadt zu groß ist und schön finde ich sie auch nicht, vielleicht im sommer bissl schöner, aber an vancouver kommt es bei weitem nicht ran. der westcoast flair fehlt hier, ist alles bissl europäischer, die menschen sind ernster und meiner meinung nach auch nicht so freunlich. und man merkt, dass die stadt unweit von chicago ist. was hier so rumläuft, an komischen gestalten, hmm, naja.


n paar bilderchen habe ich wieder hochgeladen, auch von der fahrt.

so bleibt nur noch das geldverdienen.

habe noch 150$ aufm konto und 20$ in der tasche. so schauts aus.

aber seit gestern arbeite ich in nem cafe, von montags bis freitags 8-12 erstmal nur 4 stunden und wenn ich trained bin, also hoffentlich nächste woche, gehts dann auf 8h hoch.

und ab mittwoch den 16. arbeiten ich dazu noch als tellerwäscher in nem restaurant von 17-0 uhr, immer mittwochs bis sonntags.

im cafe gibts 8$ und beim tellerwaschen 9 doller die stunde mit aussicht auf 10$.

so hab ich also nen vollen tagesplan und kann erstmal wieder geld verdienen, bis dann im märz der martin vorbeigeschneit kommt um mit mir nach key west nen eastcoast roadtrip durch die staaten zu machen, new york, washington, miami und so, muss man ja auch mal sehen.

darum muss ich jetzt erstmal bissl mehr rackern und bei den bescheidenen löhnen hier müssens da halt zwei jobs sein. leider gibts in der winterzeit nicht jobs wie bei der zeltfirma in vancouver, naja, musses halt so gehen.

heute ist meine lisa nach australien abgeflogen, hoffe sie hat nen guten flug, kommt da gut zurecht und passt auf sich auf.

auf diesem wege nochmal dollen dank an alle zu hause, vor allem an mammi fürs die immer alles tut,damits mir zu hause gut geht (besonders zu erwähnen, das lecker essen) obwohl ich dann doch kaum zu haus war :(, sorry!

an den pappa der mir den ganzen organisationskram in deutschland mit der versicherung abnimmt, mein flughafentransfer spielt und immer ein offen ohr hat;).

meine kleine schwester, die ich über alles lieb habe und die es noch ein bissl aushalten soll, obwohl alle abhauen von ihr. keine angst, es kommen alle wieder:).

leider hats nicht geklappt alle von euch zu sehen, tut mir leid, aber ich war zeittechnisch doch recht kurz angebunden und hab mein bestes gegeben, ich komm ja auch schon dieses jahr wieder, dann sehen wir uns.

soviel erstmal zu mir, gehabt euch wohl. ich meld mich wieder.

der marc(i)

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